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Namensdeutung

Zerlang geht vermutlich auf das slawische Wort

 


"Scharlank"

 


zurück.
Es bedeutet soviel wie "sumpfige Wiese" oder auch "Sumpf".

 



Die Scherbenfunde, die auf eine slawische Siedlung auf der heutigen Ortslage von Großzerlang deuten, zogen sich vom jetzigen Feuerwehrgebäude bis zum Rohrberg hin hoch. Sie lassen damit auf eine deutlich größere Siedlung als das benachbarte kleinere "Scharlank" schließen, woher wahrscheinlich auch die Unterscheidung in Groß- und Kleinzerlang erfolgte. Vielleicht aber war auch die Gemarkungsgröße dafür ausschlaggebend.
Spätere Schreibweisen waren auch: "Szarlancke"(1524), "zu Zerlancke"(1540),"nach Zerlang"(1676) und "Großen Zerlang"(1697).

 

 

Die Gemeinde Großzerlang mit ihren Ortsteilen Kolonie und Adamswalde liegt im Norden des Landes Brandenburg und gehört seit 1992 mit 14 weiteren verwaltungstechnisch zum Amtsbereich Rheinsberg. Mit einer Betriebsfläche von ca. 1.300 ha ist sie zumindest flächenmäßig eine der größten Gemeinden.
Der Große und der Kleine Pälitzsee umschließen Großzerlang zur Halbinsel und bilden im Norden und Osten die Grenze nach Mecklenburg. Im Westen begrenzt der Ortsteil Kolonie die Gemeinde und im Süden zieht sich die Gemarkung über die "Großzerlanger Heide" bis nach Beerenbusch. Sie umfaßt somit ausgedehnte Waldflächen auf sandigen Böden -vorrangig Kiefern-, aber auch Buchenwälder - mit einer Größe von ca.972 ha. Verhältnismäßig gutes Ackerland ca. 220 ha finden wir im Norden der Halbinsel. Im Süden des Ortes ziehen sich einige Wiesen hin. Weitere Wiesen, heute kaum noch als Grünland genutzt, befinden sich westlich und östlich von Adamswalde. Großzerlang liegt ca. 65 m über NN.
Geprägt wurde die Landschaft, die heute zum Landschaftsschutzgebiet "Neuruppiner- Rheinsberger-Fürstenberger Seengebiet" gehört, vom Eiszeitalter. Noch bis vor ca. 10.000 Jahren war das Gebiet bis zu den Mittelgebirgen hin unter einer etwa 1000 m starken Eisdecke begraben. Großzerlang liegt hinter der Endmoräne im Rheinsberger Zungenbecken. Dieses entstand durch das ständige Vorstoßen und Zurückweichen einer mächtigen Gletscherzunge, deren Schmelzwasser durch Spalten bis auf den Grund drangen und unter dem Eis schmale tiefe Rinnen gruben, die sich nach dem Rückgang der Eismassen mit Wasser füllten. So entstand z.B. der Große Pälitzsee als typischer Rinnensee, der noch deutlich die Vorstoßrichtung der Gletscher in Richtung Südwest erkennnen läßt. Die zum Teil steilen Ufer, die wir am Pälitzsee finden, geben Hinweise auf das Vorhandensein von Toteisblöcken, die vom Gletscher abgetrennt einzeln liegen blieben und beim Abtauen die Oberfläche absinken ließen. Ihr Schuttinhalt lagerte sich als Deckmoräne ab.

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