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1. - 4. Jahrhundert
 

Spuren der Germanen und der anschließenden Völkerwanderung konnten für unser Gebiet bis heute ebenfalls nicht nachgewiesen werden

 

6. bis 12.Jahrhundert

 

Eine weitere Besiedlung erfolgte erst mit der Zuwanderung slawischer Stämme aus dem Osten.
Im 11. und 12. Jahrhundert muß das bis dahin fast siedlungsleere Gebiet, das zum großen Teil mit einem kaum zugänglichen Wald - der Lietze - bedeckt war, relativ dicht bevölkert gewesen sein. So konnte an Hand einer größeren Konzentration von Tonscherben auf das Vorhandensein von verschiedenen slawischen Siedlungen geschlossen werden und zwar:
1. in der Ortslage Großzerlang
2. Hohen Pählitz in der Nähe der Schapwäsch gegenüber Pelzkuhl
3. Degebrod westlich des Debrods unterhalb der Pflasterstraße.
Weitere Scherben, die ebenfalls auf eine slawische Siedlung hinweisen könnten, sind am Südostufer des Pälitzsees gefunden worden. Diese Fundstelle gab auch Hinweise auf spätere deutsche Siedler, die im 15.Jahrhundert die Slawen zu verdrängen versuchten und sie zum Christentum bekehren wollten. Alle Siedlungen befanden sich in Wassernähe, so daß die Bewohner sowohl dem Fischfang nachgehen als auch Ackerland anlegen konnten. Ihr Vieh - Rinder, Schafe und Ziegen - trieben sie zur Weide in den Wald. Die Lage auf der Halbinsel bot besonderen Schutz gegen die ständigen Bedrohungen durch deutsche, polnische und pommersche Feudalherren.

12. bis 15. Jahrhundert

In den nächsten Jahrhunderten folgten immer wieder Eroberungsfeldzüge der verschiedensten Feudalherren. Letztendlich fiel das Land an die Grafen von Arnstein - auch "Grafen von Lindow" genannt, in deren Besitz es bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1524 blieb. Dieses selbständige Herrschaftsgebiet wurde seit dem Ende des13. Jahrhundert als Grafschaft Ruppin bezeichnet, der auch Großzerlang angehörte.

Schematische Darstellung ur- und frühgeschichtlicher Fundstellen

Steinzeitliche Funde
Slawische Siedlungen (6. bis 12. Jahrhundert)
1 Großzerlang
2 Hohen Pählitz
3 Degebrod
Deutsche Siedlung (15. Jahrhundert)

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