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Lehrer in Großzerlang:

um 1819

Graufe Lehrer und Küster

um 1835 Carl Ludwig Müller Lehrer und Küster

um 1849

Wildenhagen Lehrer und Küster

um 1863

Arndt Lehrer und Küster

um 1877

Voigt Lehrer und Küster
Brüggemann
Eichstädt

bis 1927

Köppe

bis 1936

Thiele

1936-1939

Balduf

ab 1939

Frl. Danehl

bis 1945

Frl. Karmann
Frau Schulz
Frau Fanselow

1945-1947

Schödle

1947-1967

Erdmann

1967-1970

Frau Kunert

 

Die Schule war eine einklassige Volksschule, die die Kinder in der Regel bis zum 15. Lebensjahr besuchten. Der Lehrer unterrichtete die Schüler gleichzeitig in mehreren Klassenstufen. Die erste Schule befand sich in der Querstraße, wo heute die Bungalows stehen. In einem Schreiben des Kreisbaumeisters Wedecke aus Wittstock vom 25.11.1857 heißt es: „In Großzerlang ist eine Schulstube neu eingerichtet , sie ist 15 ½ Zoll lang und breit und wird nach der Angabe des Lehrers von 34 Schülern besucht.“

Da die Zahl der Kinder Anfang des Jahrhunderts mit dem Ausbau der Kolonie stark gestiegen war, mußte 1910 eine größere Schule mit Platz für immerhin 70 Schülern- das heutige "Märkische Haus" - errichtet werden.
Streitigkeiten gab es über die Finanzierung des Baus der neuen Schule samt Lehrerwohnung und Nebengelaß, da die Kosten zum Teil von den Restgutsbesitzern getragen werden mußten. Diese waren gesetzlich dazu verpflichtet, die Schule nach dem Stand von 1846 mit einer damaligen Kapazität von 30 Schülern zu finanzieren. Die Kosten für eine Erweiterung der Schule um 40 Kinder mußte die Schulgemeinde aufbringen. Für den Bauplatz mußten die Teilgutsbesitzer von den Ackerbauern Plagemann 2 Morgen Land erwerben und zur Verfügung stellen.
Ausführlich Aufschluß darüber erhalten wir im folgenden Baubeschluß der königlichen Regierung Potsdam, Abteilung für Kirchen- und Schulwesen vom 2. April 1904:
Die Lehrer trugen auch wesentlich zum kulturellen Leben im Dorf bei. So studierten sie mit ihren Klassen und mit interessierten Erwachsenen ganze Theaterstücke ein, die zu besonderen Gelegenheiten meist zu Weihnachten aufgeführt wurden. Das Theaterspielen war beliebt und wurde bis Anfang der Fünfziger Jahre fortgesetzt. Die Stücke waren zum Teil in plattdeutscher Mundart geschrieben. Auch wurde gemeinsam musiziert. Immerhin besaß die Schule 4 Violinen und 2 Mandolinen und so konnten die Schüler an den Musikinstrumenten unterrichtet werden. Initiator dafür war der damalige Gemeindevorsteher Ernst Wilberg, der -selbst Musiker- sich bemühte, die heranwachsende Jugend auf diese Weise sinnvoll zu beschäftigen.
Sicher vom Gedanken der besseren Völkerverständigung nach dem 2.Weltkrieg 1945 getragen, legte der Lehrer Schödle ganz besonderen Wert auf das Erlernen der Weltsprache Esperanto. Nicht nur Grundbegriffe wie z.B. Tierbezeichnungen vermittelte er den Schülern, sie mußten auch das Kampflied "Brüder zur Sonne, zur Freiheit" auf Esperanto singen können!
Seit Schließung der Schule 1970 mußten die Großzerlanger Kinder die Schule in Rheinsberg bzw. die kleineren bis zur 5. Klasse noch eine Zeitlang nach Zechliner Hütte, nachdem die Befestigung der Straße den Schulbusverkehr ermöglichte.

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